26.07.2025, 19:00 Uhr - 15.08.2025, 18:00 Uhr
Ausstellung René Böll

Adaptionen mit ostasiatischer Tusche zu Zitaten von Friedrich Hölderlin chinesischen Poeten, Heinrich Böll und Ruth Weiss
26.07. Vernissage (Kino Museum, Tübingen)
28.07. - 15.08. Ausstellung (WESTSPITZE, Tübingen) - Eintritt frei
Ausstellung und Hommage an die jüdische Zeitzeugin, Antiapartheidaktivistin und Schriftstellerin Ruth Weiss zu ihrem 101. Geburtstag.
René Böll, Botschafter für den Austausch chinesischer und deutscher Kultur
René Bölls Malerei, insbesondere seine Tuschzeichnungen, kommentierte der renommierte (am 30. Juni 2020 verstorbene) chinesische Kunstkritiker Liu Xiaochun: „ (ich) fühle seinen starken Wunsch, tief in den Geist der chinesischen Kultur einzudringen und ihn zu erfassen. Diese Haltung unterscheidet sich völlig von der anderer westlicher Künstler, die sich mit fernöstlicher Kunst befass- ten. Künstler wie Hans Hartung, Franz Kline, Robert Motherwell, Henri Matisse, Joan Miró, Jackson Pollock, Pierre Soulages, Antonio Tapies und andere benutzten die fernöstliche Kunst als eine Art Steinbruch, (...) befassten sich aber kaum mit der Tuschtechnik und den philosophi- schen Hintergründen. Als Chinese sehe ich in ihrer Kunst weniger den Geist der fernöstlichen Kultur als den Geist westlicher Kultur. (..) Im Entwicklungsprozess der moder- nen westlichen Kunst war dies ein wichtiges Moment. Ohne diese selektive Wahrnehmung der fernöstlichen Kunst, hätten jene Maler in der europäischen und nord- amerikanischen Kunst kaum diese vollendeten Kunstschöp- fungen zustande gebracht. Weil René Böll seinen westlichen Kulturhintergrund nicht verlassen hat, sich aber trotzdem in die chinesische Kultur hineinversetzen will, sehe ich ihn als einen besonderen Botschafer.
Die Ausstellung ist werktäglich von 9-18 Uhr geöffnet.
Programm der Vernissage René Böll
19 bis 21:30 Uhr
Begrüßung: Johannes Freyer, WESTSPITZE GmbH und Carsten Schuffert, Tübinger-Kinos
Moderation: Gesche Karrenbrock, Vorsitzende Ruth Weiss Gesellschaft und Sylvia Löhrmann, Antisemitismusbeauftragte von Nordrhein-WestfalenRenkei Hashimoto:, Shakuhachi Musik mit Erläuterung
Grußworte:
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen
Bettina Backes, Vorstand Heinrich Böll Stiftung Baden-WürttembergXiuwei Zhou-Geiger: chinesische Lieder für Violine transkribiert mit Erläuterung
Dr. Heinrich Geiger: Das Werk von Rene Böll
Dr. Uschi Eid, Präsidentin Deutsche Afrika Stiftung: Laudatio auf Ruth WeissSchlusswort: Cem Özdemir
Danksagung: Ruth Weiss per Video aus Skibsted, Dänemark
Xiuwei Zhou-Geiger und Renkei Hashimoto
Besichtigung der Ausstellung, Drinks und Snacks 21:30 Uhr Ende der Vernissage
